{"id":281,"date":"2025-05-14T22:28:25","date_gmt":"2025-05-14T20:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/nonkongress.noblogs.org\/?p=281"},"modified":"2025-05-14T22:32:44","modified_gmt":"2025-05-14T20:32:44","slug":"corona-das-bizarre-buendnis-zwischen-kapital-und-der-linken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nonkongress.noblogs.org\/?p=281","title":{"rendered":"Corona: Das bizarre B\u00fcndnis zwischen Kapital und der Linken"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">Tove S<\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\">. <\/span><\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif\"><i><span lang=\"de-DE\">Vorbemerkung: <\/span><\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ich m\u00f6chte zuerst zwei Danksagung<\/span><span lang=\"de-DE\">en<\/span><span lang=\"de-DE\"> aussprechen: Mein gro\u00dfer Dank geht zun\u00e4chst an all jene, die diesen tollen Anlass organisiert haben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ich m\u00f6chte mich aber auch bei meinen MitstreiterInnen aus der Schweiz bedanken. Was ich im Folgenden vortragen werde, ist unter andere<\/span><span lang=\"de-DE\">m<\/span><span lang=\"de-DE\"> auch das Resultat eines kollektiven Denkprozesses, der ihm Rahmen zweier Kollektive stattgefunden hat, die beide im Zuge der Corona-Krise entstanden sind. Das eine Kollektiv, der Feministische L<\/span><span lang=\"de-DE\"><u>oo<\/u><\/span><span lang=\"de-DE\">kdown versucht, diese Krise aus einer feministischen Perspektive zu beleuchten; wir forderten u.a. gleich zu Beginn der Corona-Krise die Verdoppelung der Ausgaben f\u00fcr das Pflegepersonal unter Streichung aller anderen Ma\u00dfnahmen, nat\u00fcrlich vollkommen ungeh\u00f6rt; das andere Kollektiv, \u201eLinksb\u00fcndig\u201c, reflektiert diese Krise aus einer dezidiert linken, d.h. kapitalismuskritischen Perspektive. In beiden Kollektiven wollten wir verstehen, was der Sinn der so offensichtlich unsinnigen Massnahmen sein k\u00f6nnte. Kurz: Unsere Frage war, womit wir es bei Corona eigentlich zu tun haben.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ohne diese kollektive Denkarbeit k\u00f6nnte ich das Folgende nicht formulieren. Mein Dank gilt deshalb an diese<\/span><span lang=\"de-DE\">r<\/span><span lang=\"de-DE\"> Stelle auch diesen beiden Kollektiven.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Was also ist Corona? Ich werde im Folgenden nicht von einer Pandemie sprechen. Corona w\u00e4re gem\u00e4\u00df den Kriterien der WHO, die bis 2009 G\u00fcltigkeit hatten, keine Pandemie gewesen. Damals strich die WHO das entscheidende Kriterium f\u00fcr die Ausrufung einer Pandemie, n\u00e4mlich die weltweite Verbreitung eines neuen Virus \u201ewith enormous numbers of death and illness\u201c (Green\/Fazi: 79). Wie wir alle wissen, hat Covid-19 die Sterblichkeitsrate einer mittelschweren Grippe \u2013 ein Umstand \u00fcbrigens, der wissenschaftlich bereits im Sommer 2020 feststand \u2013 und w\u00fcrde also nicht unter diese Definition \u201eenormous numbers of death\u201c fallen. Ich spreche im Folgenden auch nicht von \u201eMa\u00dfnahmen\u201c oder \u201eSchutzma\u00dfnahmen\u201c, sondern, in Anlehnung an Toby Green und Thomas Fazis Buch: <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>The Covid Consensus. The Global Assault on Democracy and the Poor \u2013 A Critique f<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ro<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>m the Left<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> schlicht von \u201estaatlichen Antworten auf das Auftreten eines neuen Corona-Virus\u201c. Wir haben es seit M\u00e4rz 2020 nicht mit dem Virus zu tun, sondern <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>mit den Antworten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">auf dieses Virus.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Meine Aussage ist nun schlicht: Diese Antworten folgen einer Logik. Sie antworten auf die Erfordernisse und Krisen der Kapitalakkumulation. Man muss nicht Verschw\u00f6rungstheoretikerin sein, um von einer Logik zu sprechen. Das Kapital gen\u00fcgt. Mit andern Worten ist Corona f\u00fcr mich Ausdruck einer totalit\u00e4ren Drift, die dem liberalen Kapitalismus in der Tendenz inh\u00e4rent ist und die sich bereits in den autorit\u00e4ren Z\u00fcgen des Neoliberalismus zeigte. Corona setzt diese lediglich fort und versch\u00e4rft sie. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied. Es ist heute die Linke, die diesen Autoritarismus haupts\u00e4chlich verteidigt. Dieser neue Autoritarismus erscheint all jenen, die sich vor 2020 dem neoliberalen Zugriff auf unser Leben noch entschieden entgegenstellten, nicht l\u00e4nger als solcher. Neu ist also, dass nicht nur die parlamentarische und somit staatstragende Linke dem Charme der neoliberalen Offensive erlegen ist, sondern nun auch die au\u00dferparlamentarische Linke ihre Distanz zu Staat und Kapital aufgegeben hat und in diesen Konsens einstimmt: In der Folge findet diese totalit\u00e4re Drift heute ihre gr\u00f6\u00dfte St\u00fctze in der au\u00dferparlamentarischen Linken.<br \/>\nIch w\u00fcrde also nicht so sehr sagen, die neoliberale Ideologie und Wirtschaftsweise sei abgetreten; Neoliberalismus war schon immer und vor allem eines: eine staatliche hochger\u00fcstete Form der autorit\u00e4ren Durchsetzung sogenannter Mark<\/span><span lang=\"de-DE\">t<\/span><span lang=\"de-DE\">kr\u00e4fte, die immer k\u00fcnstlich, das hei\u00dft, induziert sein m\u00fcssen, da es sie als solche nicht gibt. Die neoliberale Ideologie ist immer noch am Ruder. Aber ge\u00e4ndert hat sich ihre Speerspitze: Es ist nun bizarrerweise die Antifa, die Feministinnen, die Autonomen und die Anarchistinnen, die diese Form des Kapitalismus verteidigt. Daher die systematische Unsch\u00e4rfe. Wir haben es mit einer konstitutiven Verwirrung zu tun, die \u00fcberall, auch zwischen uns, besteht.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ich m\u00f6chte deshalb zun\u00e4chst, und in der mir gebotenen K\u00fcrze, einige Grundlagen zusammenfassen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Die Antworten auf das neue Corona-Virus haben nicht Leben gerettet, sie haben im Gegenteil insgesamt weltweit zu einer massiven \u00dcbersterblichkeit gef\u00fchrt. Und sie haben insb. im globalen S\u00fcden absolut zerst\u00f6rerische Auswirkungen gehabt und damit die Schere zwischen dem globalen S\u00fcden und dem globalen Norden massiv versch\u00e4rft. Ich betone nochmals: nicht das Virus hat das getan, sondern die Antworten darauf. Um dies etwas auszuf\u00fchren:<br \/>\n&#8211; Es gibt weltweit keine Evidenz daf\u00fcr, dass in L\u00e4ndern mit harten Lockdowns weniger Menschen gestorben sind als in L\u00e4ndern mit wenig oder keinen Lockdowns. Es gibt umgekehrt aber starke Hinweise daf\u00fcr \u2013 ich verweise dazu auf das statistische Material, das Tobby Green in seinem Buch <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>The Covid Consensus.<\/i><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>The new Politics of global inequality<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> zusammengetragen hat (p. 208-218), dass die Todesrate von Covid-19 mit der Qualit\u00e4t des Gesundheitssystems in den jeweiligen L\u00e4nder korreliert und nicht mit der H\u00e4rte der Lockdowns. Ja, umgekehrt ist es sogar so, dass die L\u00e4nder mit den h\u00e4rtesten Lockdowns auch die h\u00f6chsten Todesraten zu verzeichnen haben. Hier ist Peru an erste<\/span><span lang=\"de-DE\">r<\/span><span lang=\"de-DE\"> Stelle zu nennen.<br \/>\n&#8211; Ebenso wenig gibt es eine Evidenz daf\u00fcr, dass die Impfung Leben gerettet hat. Es werden schlicht keine Daten zu dieser Frage erhoben. Das einzige Land, wo diese Daten \u00fcber den Impfstatus vorliegen: England, zeigen ein sehr anderes, ja geradezu be\u00e4ngstigendes Bild. Christian Baur von Linksb\u00fcndig hat sich diese Daten angeschaut. Aufgrund dieser Daten muss geschlossen werden, dass Menschen mit einer Covid-Impfung ein sehr viel h\u00f6heres Risiko haben, an Covid-19 zu sterben und dass sie auch sonst ein h\u00f6heres Sterberisiko aufweisen als Nicht-Geimpfte. \u00dcber diese Daten liest man in den offiziellen Medien nichts, obwohl sie frei zug\u00e4nglich sind. Andere L\u00e4nder wie Deutschland oder die Schweiz erheben den Impfstatus von an Covid 19 Verstorbenen nicht einmal. Trotzdem behaupten sie, die Impfung sch\u00fctze vor schweren Verl\u00e4ufen. Es gibt keine Daten, die diese Aussage st\u00fctzen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Es geht also auch nicht um Wissenschaft. Vielmehr muss man vom verworrenen Status des Wissens sprechen: Der Staat wedelt best\u00e4ndig mit \u201eder Wissenschaft\u201c, will aber gleichzeitig dezidiert nichts wissen: Keine der angewendeten Ma\u00dfnahmen wurden je evidenzbasiert auf ihre Wirkung hin \u00fcberpr\u00fcft oder mit entsprechenden Studien begleitet. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Es w\u00e4re also m.E. v\u00f6llig fehlgeleitet zu sagen, das alles war zwar zum Schutz des Lebens, aber es war politisch autorit\u00e4r, und darum sind wir dagegen. Das untersch\u00e4tz<\/span><span lang=\"de-DE\">t<\/span><span lang=\"de-DE\"> in einer f\u00fcr mich unverst\u00e4ndlichen Weise, womit wir es zu tun haben.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Und damit komme ich zu meinem ersten Punkt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-family: Arial, serif\"><i><u><span lang=\"de-DE\">1. Der Global Biosecurity State <\/span><\/u><\/i><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Zu sagen, die sogenannten Corona Schutzma\u00dfnahmen h\u00e4tten dem Schutz des Lebens gedient, ist ungef\u00e4hr so sinnvoll wie zu sagen, das Pentagon diene dem Schutz des Lebens. Die Aussage ist n\u00e4mlich nicht ganz falsch. In der Logik ihrer Erfinder ist sie sogar richtig. Diese Logik entstammt einem Milit\u00e4rdispositiv, das in einem Komplex supranationaler Netzwerke entwickelt wurde, die wir kaum kennen und viel zu wenig beachten, die aus Internationalen Organisationen wie der WHO, GAVI, CEPI oder der Eco Health Allianz, Mega-Stiftungen wie die Rockefeller Stiftung oder die Bill and Melinda Gates Stiftung und \u2013 oftmals dem Milit\u00e4r angegliederten \u2013 Forschungseinrichtungen bestehen, ein Komplex, der meist und etwas euphemistisch als <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Public-Private<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">-Partnerschaft bezeichnet wird und den ich in Anlehnung an Simon Elmer als \u201e<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Global Biosecurity State<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c bezeichne. Dabei ist wichtig zu verstehen: Die Nationalstaaten sind Ausf\u00fchrende der Konzepte des <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Global Biosecurity State<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, sie sind nicht selber die Akteure.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Das Gesellschaftsbild dieses milit\u00e4rischen Dispositivs besagt in etwa, dass Probleme der Gesellschaft nicht prim\u00e4r politischer Natur sind, sondern als eine Frage der Sicherheit aufzufassen sind, die ausschlie\u00dflich technologischer L\u00f6sung bed\u00fcrfen. Zu den zu bew\u00e4ltigenden Bedrohungen geh\u00f6ren soziale Unruhen ebenso wie nat\u00fcrliche Viren oder Bioterrorismus. Es gibt keinen Unterschied zwischen gesellschaftlichen Konflikten und Naturereignissen, da beide nach denselben Antworten verlangen. <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>All hazard approach<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> oder <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>One Health<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> heisst das dann in der <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>bio-security<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">-Sprache: Egal ob es sich um die Eind\u00e4mmung von Viren oder Aufst\u00e4nden handelt, beides sind Sicherheitsrisiken. Da man aber Risiken vorbeu<\/span><span lang=\"de-DE\">g<\/span><span lang=\"de-DE\">en will, das Stichwort hier ist <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>All Hazard Preparedness<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, und Risiken per definitionem immer existieren, ist dieses Paradigma auf Dauer gestellt, es gibt kein \u201edanach\u201c, da dieses bereits wieder ein \u201edavor\u201c ist. Und so soll es auch sein. Es geht bei <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>One Heath<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> \u2013 also der Vorstellung, dass sich <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Biosecurity<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> um die Interaktion zwischen Mensch, Tier und Umwelt in Einem zu sorgen habe \u2013 somit um eine biotechnologische Neu-Fassung dessen, was eine veraltete Gesellschaftstheorie einmal \u201eGesellschaft\u201c genannt hat, und zwar unter dem Aspekt der \u201eGesundheitssicherheit\u201c. <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Biosecurity<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> ist Milit\u00e4r im Gewand der Gesundheit.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif\"><i><u><span lang=\"de-DE\">2. Biosecurity als Management der Krise der Kapitalakkumulation<\/span><\/u><\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Meine Aussage ist nun, dass dieses Biosecurity-Dispositiv gleich auf mehreren Ebenen das zur Verf\u00fcgung stellt, was der krisengesch\u00fcttelte Kapitalismus der Gegenwart braucht. Ich kann auf diese Krise hier nicht im Detail eingehen. Aber folgender Punkt ist f\u00fcr das Nachfolgende zentral. Der Kapitalismus befindet sich in einer s\u00e4kularen Stagnation, weil die M\u00f6glichkeit, mittels Investitionen in die produzierende Industrie Gewinne zu erzielen, dramatisch schrumpf<\/span><span lang=\"de-DE\">t<\/span><span lang=\"de-DE\">. Wir haben es seit den 1960er Jahren mit einer stetigen, jeweils nur immer f\u00fcr kurze Zeit unterbrochenen Abnahme der Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chse zu tun, und nur mit diesen Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chsen kann der Kapitalismus Gewinne erwirtschaften. An dieser Zuwachs-Schw\u00e4che \u00e4ndert auch die sogenannte Industrialisierung 4.0 nichts. Im Gegenteil, sie beschleunigt diese Tendenz. Der Effekt davon ist, dass Gewinne heute eigentlich nur noch im hochspekulativen Finanzsektor zu erzielen sind. Fabio Vighi spricht deshalb von einer \u201ekreditgetriebenen Wachstums<\/span><span lang=\"de-DE\"><u>simulation<\/u><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c. Diese hat den Preis von im Hintergrund stets drohenden und im<\/span><span lang=\"de-DE\">mer<\/span><span lang=\"de-DE\"> gr\u00f6sser werdenden Finanzkrisen, zu deren Bew\u00e4ltigung es dann wiederum ein autorit\u00e4res Krisenmanagement braucht. Der Kapitalismus ist deshalb, so Vighi, nicht einfach in einer Krise, sondern die Krise ist zu seiner eigentlichen Regierungsform geworden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Krisen sind jedoch aus der Perspektive der Kapitaleigner auch n\u00fctzlich: Als kontrollierte Entwertungen \u2013 von Volkseigentum, aber auch von kleinerem Privateigentum \u2013 erm\u00f6glichen sie neue lukrative Anlagem\u00f6glichkeiten. Es handelt sich hier um eine \u201eAkkumulation durch Enteignung\u201c, wie David Harvey dies nennt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bedeutet all dies aber prim\u00e4r eine Absenkung des Lebensstandards. Und hier kommt das Biosecurity-Dispositiv zum Zuge. Es verwaltet die im Zuge solcher Absenkungen zu erwartenden Aufst\u00e4nde. Aber noch viel wichtiger, und das ist das, was mir an den Lockdowns so zentral erschien: es sollte uns an eine digitale Armut gew\u00f6hnen. Damit meine ich gerade nicht, dass den Armen in der Sahelzone noch der Zugang zum Internet fehlt. Ich meine umgekehrt, dass die digitale Lebensweise eine Form der Verarmung ist, die nicht als solche erscheint und die sich insbesondere in der Linken gro\u00dfer Beliebtheit erfreut: Digitale Spazierg\u00e4nge zum Schutz der Natur, 10-Minuten-St\u00e4dte zum Schutz des Klimas, Schwimmen am Bildschirm zum Schutz der Str\u00e4nde. Die Digitalisierung ist in erster Linie eine Form der Verarmung, wie sie im globalen S\u00fcden schon seit Jahrzehnten in Gang ist und nun auch auf den globalen Norden ausgedehnt werden soll.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ich fasse das, was das Biosecurity-Dispositiv in Bezug auf die Absenkung des Lebensstandards im globalen Norden leistet, in den folgenden vier Punkten zusammen:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Als Gesundheitsdispositiv geht es bei Biosecurity in erster Linie darum, den wertsch\u00f6pfungsschwachen Care-Sektor durch wertsch\u00f6pfungsstarke, aus der industriellen Produktion stammende Produkte zu ersetzen: Anstelle der menschlichen Pflege treten <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>technological devices<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, technische Ger\u00e4tschaften also, die die Arbeitsintensit\u00e4t der Care-Arbeit durch ein industriell hergestelltes Produkt oder einen digitalen Service \u2013 z.B. eine Therapie-App \u2013 ersetzen, um so der Produktivit\u00e4tskrise etwas entgegenzusetzen: Mit Ger\u00e4ten sind Profite zu erwirtschaften, mit Care-Arbeit kaum. Im Gegenteil: es ist der stets wachsende Care-Sektor, der f\u00fcr die stagnierende gesellschaftliche Gesamtproduktivit\u00e4t verantwortlich ist. Und deshalb soll, so die Logik, in diesem Sektor die arbeitsintensive und somit wertsch\u00f6pfungsschwache Hand- und Sorgearbeit realer Menschen durch hochtechnologisierte Abl\u00e4ufe ersetzt werden. Wir haben deshalb beim Feministischen Lookdown von Anfang an gesagt, dass wir es mit einer <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>aktiv betriebenen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> \u201ePersonalschrumpfung\u201c im Gesundheitswesen zu tun haben und nicht einfach mit einem Personalmangel! Das Corona-Regime ist so betrachtet ein gigantischer Angriff auf den Care-Sektor, und ich verstehe bis heute nicht, warum das die Feministinnen so gar nicht interessiert.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Generell und unmittelbar daran anschlie\u00dfend kann man in Anlehnung an Andrea Komlosy das Biosecurity-Dispositiv auch als Versuch interpretieren, die sogenannten MANBRIC-Technologien als neue Leittechnologie und die Gesundheit als neuer Leitsektor eines neuen Akkumulationszyklus zu etablieren. MANBRIC steht dabei f\u00fcr <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Medical, Additive, Nano-, Bio-, Robo, Info-, and Cognitiv<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>e<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> Technologies<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, also jene Technologien, mit denen dieses Dispositiv privilegiert arbeitet.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">In diesem Zusammenhang stehen insbesondere auch, und hier beziehe ich mi<\/span><span lang=\"de-DE\">ch<\/span><span lang=\"de-DE\"> auf die Arbeiten von Amrei M\u00fcller, die von dem Biosecurity-Komplex neu geschaffenen Produkte, die es f\u00fcr die Pandemievorsorge und<br \/>\n-bek\u00e4mpfung braucht und die im Chargon der WHO kurioserweise PHEIC-Produkte hei\u00dfen: PHEIC steht dabei <\/span><span lang=\"de-DE\">f\u00fcr <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Public health emergency of international concern<\/i><\/span><span style=\"font-family: Arial, serif\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\"><i>.<\/i><\/span><\/span><\/span> <span lang=\"de-DE\">Die Produktepalette f\u00fcr einen solchen PHEIC reicht dabei von Tests und Schutzmaterial bis hin zu Medikamenten, aber in erster Linie vor allem Impfungen. Wichtig daran ist: dies alles ist immer vorr\u00e4tig zu halten, laufend zu adaptieren und f\u00fcr die ganze Weltbev\u00f6lkerung zu produzieren. Ein enormes Wirtschaftsankurbelungsprogramm also.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Der wichtigste Punkt scheint mir aber, dass dieses Dispositiv eine sehr spezifische Form der Au<\/span><span lang=\"de-DE\">f<\/span><span lang=\"de-DE\">standbek\u00e4mpfung durch Isolation und Manipulation der Wahrnehmung beinhaltet. Insbesondere geht es auch um die <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Pr\u00e4vention<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> von Aufst\u00e4nden: Isoliert vor dem Bildschirm und komplett verwirrt, wie wir durch die permanente Informationsberieselung alles sind, die uns gleichzeitig immer unwissender macht, ist es uns nicht mehr m\u00f6glich, zu formulieren, was eigentlich unsere Probleme sind. Das ist auch nicht mehr notwendig, denn eine Task Force hat l\u00e4ngst die Artikulation unserer Bed\u00fcrfnisse an unserer statt \u00fcbernommen. Wenn es keinen Bereich des Politischen mehr gibt, braucht es auch keine politische Artikulation mehr \u2026 <\/span><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif\"><i><u><span lang=\"de-DE\">3. Die Rolle der Linken: Ideologische Bem\u00e4ntelung der Kapitalinteressen<\/span><\/u><\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ich komme zum Schluss: Die Antworten auf das Auftreten des neuen Corona-Virus und hier insbesondere die durch die Lockdowns induzierte Wirtschaftsschrumpfung kamen einer gezielten Absenkung des Lebensstandards breiter Bev\u00f6lkerungsschichten im Norden und einer massiven Versch\u00e4rfung des Nord-S\u00fcdgef\u00e4lles gleich. Warum sage ich gezielt? Die Verantwortlichen f\u00fcr die Corona-Strategie-Empfehlung der WHO hatten, wie Toby Green und Thomas Fazi in ihrem Buch \u00fcberzeugend darlegen, Kenntnis \u00fcber folgende Sachverhalte:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Bis 2019 war es Standardwissen in der WHO, dass man ein respiratorisches Virus nicht mit Lockdowns eind\u00e4mmen kann. <\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Die Ma\u00dfnahmen waren nicht notwendig, da Covid-19 nicht dermassen gef\u00e4hrlich ist, dass es solch drastische Ma\u00dfnahmen rechtfertig<\/span><span lang=\"de-DE\">en<\/span><span lang=\"de-DE\"> k\u00f6nnte.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Die Lockdown-Ma\u00dfnahmen haben weltweit, insbesondere im globalen S\u00fcden, aber vermutlich auch bei uns, sehr viel mehr Todesopfer gefordert als Menschen an Covid-19 verstorben sind.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Die f\u00fcr diese Strategie <\/span><span lang=\"de-DE\">V<\/span><span lang=\"de-DE\">erantwortlichen haben dies bewusst in Kauf genommen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Selbstverst\u00e4ndlich ist es nicht dasselbe, ob etwas bewusst in Kauf genommen wird oder eigens daf\u00fcr geplant wurde. Ich kann \u2013 zum jetzigen Zeitpunkt \u2013 nicht beurteilen, welches der beiden Szenarien hier zum Zuge kam. Was aber jedenfalls zutrifft, ist, dass diese Strategie in eine Pa\u00dff\u00f6rmigkeit zu den Erfordernissen der Kapitalakkumulation resp. zur Krisenbew\u00e4ltigung des heutigen Kapitalismus gelangte.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Das Besondere an dieser Situation: Es war die \u201eLinke\u201c, der es gelungen ist, diese Erfordernisse nicht als das erscheinen zu lassen, was sie sind, eine Antwort auf die Krise der Kapitalakkumulation, sondern sie in etwas zu verwandeln, das angeblich unbefragbar unser aller tatkr\u00e4ftiges und solidarisches Engagement verlangt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Was also ist Corona? Es ist eine Form einer zunehmend totalit\u00e4ren Krisenverwaltung des Kapitalismus, die mit Hilfe der Linken Akzeptanz, ja Zustimmung und zuweilen sogar Begeisterung zu generieren vermag. Ein bizarres B\u00fcndnis zwischen Kapital und der \u201eLinken\u201c also.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span lang=\"de-DE\">Ich habe f\u00fcr dieses B\u00fcndnis den Begriff des postideologischen Totalitarismus gepr\u00e4gt. Postideologisch deshalb, weil dieses Dispositiv au\u00dferhalb seiner \u201eL\u00f6sungsorientiertheit\u201c kein \u201eh\u00f6heres\u201c Ideal zu kennen scheint. Dass unter diesem Get\u00f6se der L\u00f6sungsorientiertheit v\u00f6llig in den Hintergrund tritt, wer eigentlich die Definitionsmacht hat, das Problem zu definieren, zu dessen L\u00f6sung man uns zusammenruft, ist das Perfide an dieser Konstellation.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif\"><i><u><span lang=\"de-DE\">Literatur<\/span><\/u><\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Christian Bauer (2024): Waren die Corona-Impfstoffe wirklich so erfolgreich und haben Millionen Menschen gerettet? <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">Blogbeitrag auf <\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff\"><u><a href=\"https:\/\/www.linksbuendig.ch\/\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">https:\/\/www.linksbuendig.ch\/<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span> <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">Simon Elmer (2022): The Road to Fascism. For a Critique of the Global Biosexurity State. London: ASV (Architects for social housing)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">Toby Green (2021): The Covid Consensus. The new Politics of Global Inequality. London: Hurst<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">Toby Green\/ Thomas Fazi (2023) The Covid Consensus. The Global Assault on Democracy and the Poor \u2013 A Critique form the Left. <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"fr-CH\">London: Hurst<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">David Harve (2003): The New Imperialism. Oxford: Oxford University Press<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"fr-CH\">Jacques Lacan (1991): Le S\u00e9minaire, libre XVII. Paris: Seuil<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"fr-CH\">Andrea Komlosy (2022): Zeitenwende. <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft. Wien: Promedia.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Amrei M\u00fcller\/ Silvia Behrend (04.05.2024): WHO-Pandemievertrag: Schleichende Militarisierung der Pandemiepolitik, Berliner Zeitung<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Massimo Recalcati (2022\/ital. Orig. 2007): Das Verschwinden des Begehrens und der postideologische Totalitarismus. In: Soiland, Tove \/ Fr\u00fchauf, Marie \/ Hartmann, Anna (Hrsg.): Post\u00f6dipale Gesellschaft (Bd. 1). Berlin\/Wien: Turia + Kant 2022, S. 331-363.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"de-DE\">Colette Soler (2022): Psychoanalyse und Politik. Sigmund Freud Vorlesung 2021. Aus dem franz\u00f6sischen von Brita Pohl. <\/span><\/span><span style=\"font-size: small\">Wien\/Berlin: Turia + Kant.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\">Fabio Vighi (2023): Die Untergangsschleife: Covid-19 und das Zeitalter der kapitalistischen Dauerkrise. In: Andreas Urban (Hg.): Schwerer Verlauf. Corona als Krisensymptom. Wien: Promedia, S. 21-46<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: large\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">Fabio Vighi (29. Mai, 2023): Gradually, then Suddenly? Crisis Capialism and its Disavowals. In: The Philosophical Salon.<br \/>\n<\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff\"><u><a href=\"https:\/\/thephilosophicalsalon.com\/gradually-then-suddenly-crisis-capitalism-and-its-disavowals\/\"><span style=\"font-size: small\"><span lang=\"en-GB\">https:\/\/thephilosophicalsalon.com\/gradually-then-suddenly-crisis-capitalism-and-its-disavowals\/<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span> <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tove S. Vorbemerkung: Ich m\u00f6chte zuerst zwei Danksagungen aussprechen: Mein gro\u00dfer Dank geht zun\u00e4chst an all jene, die diesen tollen Anlass organisiert haben. Ich m\u00f6chte mich aber auch bei meinen MitstreiterInnen aus der Schweiz bedanken. 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