{"id":301,"date":"2025-08-19T11:55:53","date_gmt":"2025-08-19T09:55:53","guid":{"rendered":"https:\/\/nonkongress.noblogs.org\/?p=301"},"modified":"2025-08-19T11:56:33","modified_gmt":"2025-08-19T09:56:33","slug":"dialektik-der-zeitenwende-versuch-ueber-das-kommende-unheil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nonkongress.noblogs.org\/?p=301","title":{"rendered":"Dialektik der Zeitenwende. Versuch \u00fcber das kommende Unheil."},"content":{"rendered":"<p class=\"western\"><span lang=\"en-GB\">Der folgende Text wurde von Nadja Meisterhans und Alexander Neupert-Doppler f\u00fcr einen Themenschwerpunkt \u201cStrategien gegen rechts\u201d angefragt, der in der Zeitschrift Berliner Debatte Initial erscheinen wird. Obwohl nicht nur auf \u201cStrategien gegen rechts\u201d, sondern auf das Ganze gegenw\u00e4rtiger Herrschaftsstrategien bezogen, sollte der Artikel in der Zeitschrift auch erscheinen \u2013 unter der Bedingung allerdings, das die Passagen zum genozidalen Krieg gegen die Pal\u00e4stinenser*innen gestrichen werden: \u201cWir haben uns im Redaktionsteam darauf verst\u00e4ndigt, dass wir uns an der diesbez\u00fcglichen Debatte nicht beteiligen werden\u201d, hei\u00dft es w\u00f6rtlich in der Stellungnahme der Redaktion. Besser kaum kann belegt werden, dass und wie die Unterwerfung unter die den Genozid mittragende deutsche Staatsraison bis weit in die Linke reicht. Besser kaum konnte belegt w<\/span><span lang=\"en-GB\">e<\/span><span lang=\"en-GB\">rden, dass die Unterwerfung bereits erfolgt, wenn der Staat der Staatsraison noch gar keine Druckmittel ausspielt: alle Beteiligten haben auch so verstanden, was \u201csich geh\u00f6rt.\u201d Selbstverst\u00e4ndlich habe ich die Einladung zur Teilhabe an der freiwilligen Knechtschaft zur\u00fcckgewiesen: die autorit\u00e4re Verh\u00e4rtung der herrschenden Verh\u00e4ltnisse hat am Genozid gegen die Pal\u00e4stinenser*innen ihr Modell. Deshalb ist es hier nicht erlaubt, \u201csich an der diesbez\u00fcglichen Debatte\u201d nicht zu beteiligen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Thomas Rudhof-Seibert<br \/>\nDialektik der Zeitenwende. Versuch \u00fcber das kommende Unheil.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"right\"><span style=\"font-size: small\">Recht auf Konversion [&#8230;]<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: small\">der fortw\u00e4hrende Traum von der Antiphysis<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: small\">[&#8230;]<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: small\">Wir sind derart, dass sich das M\u00f6gliche<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: small\">von uns aus verm\u00f6glicht.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: small\">Sartre 2005: 30f.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Vorbemerkung in eigener Sache<\/p>\n<p class=\"western\">In Zeiten der Desorientierung kommt man um Versuche nicht herum, sich neu zu orientieren. Gelingen k\u00f6nnen sie nur in der Bereitschaft, rigoros Schlussstriche zu ziehen: Wer in scheinbar aussichtsloser Lage weiterkommen will, muss Ballast abwerfen, um von der Stelle zu kommen. Gut gezogen ist der Schlussstrich jedoch nur, wenn er das Denken nicht d\u00fcmmer, nicht \u00e4rmer und nicht erb\u00e4rmlicher macht. Das aber war oft der Fall, wenn Schlussstriche zum Marxismus gezogen wurden, jahrzehntelang die ma\u00dfgebliche Theorie nicht nur des Widerstands, sondern dar\u00fcber hinaus der \u00dcberwindung der bestehenden Gesellschafts- und Weltordnung und der sie tragenden politischen Kr\u00e4fte. Ungez\u00e4hlt viele haben ihren Absprung aus dem Marxismus mit ihrer intellektuellen und ethisch-politischen Korruption, d.h. mit der einen oder anderen Version des Liberalismus bezahlt. Sich gut zu trennen, schlie\u00dft deshalb \u2013 nur scheinbar paradox \u2013 Prinzipientreue in der Sache selbst des Denkens ein. Im hier verhandelten Trennungsfall gilt die Treue erstens der prinzipiellen Ablehnung der herrschenden Verh\u00e4ltnisse und aller ihrer Parteien: dass Karthago zerst\u00f6rt werden muss, ist die Wahrheit des Denkens, die im Folgenden au\u00dfer Frage steht. Das schlie\u00dft ein, dass es in diesem Beitrag zwar immer auch, doch nicht nur um Reflexionen auf den Widerstand gegen die politische Rechte gehen wird: Tendenzen auf eine autorit\u00e4re Verh\u00e4rtung der Verh\u00e4ltnisse gehen heute nicht nur von der Rechten oder dem Rechtspopulismus, sondern von allen ihren politischen Lagern aus, besonders im Hinblick auf \u201eKriegsbereitschaft\u201c und \u201eKriegsf\u00e4higkeit\u201c. Dem Marxismus noch in der Trennung treu zu bleiben, ist zweitens auch deshalb unumg\u00e4nglich, weil er noch immer die die politische Phantasie befl\u00fcgelt und grundiert, ohne die jeder Widerstand blo\u00df defensiv bleiben wird, d.h. niemals zur Offensive kommt. Auf den Punkt gebracht: im Widerstand nicht nur gegen die Rechte, sondern gegen alle Kr\u00e4fte der Beharrung dem Marxismus noch in der Trennung treu zu bleiben hei\u00dft, dem konkret-utopischen Horizont einer kommunistischen \u201eAssoziation\u201c treu zu bleiben, \u201eworin die freie Entwicklung einer jeden die Bedingung f\u00fcr die freie Entwicklung aller ist.\u201c Dies wird noch auf einem Planeten geboten sein, der weithin verw\u00fcstet sein wird. (Marx\/Engels 1972: 482).<\/p>\n<p class=\"western\">Dass die Verw\u00fcstung unausweichlich kommen wird, hat gerade der Marxismus fr\u00fch schon f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Sich in den Strategien des Widerstands von ihm zu trennen hei\u00dft deshalb, sich von dem Moment des marxistischen Denkens zu trennen, das sich seiner eigenen Einsicht in den Weg gestellt hat. Dies rigoros tun zu m\u00fcssen, folgt aus dem Umstand, dass dieses besondere Moment gleichzeitig der Kerngedanke des Marxismus war und ist. Man sieht \u2013 eine gef\u00e4hrliche Sache: was darf der Widerstand um keinen Preis aufgeben, und wovon muss er sich selbst dann trennen, wenn der Verlust schmerzlich sein wird?<\/p>\n<p class=\"western\">Wo also den Schnitt setzen?<\/p>\n<p class=\"western\">War und ist die kommunistische Assoziation die Sache selbst des Marxismus, der hier weiter die Treue gehalten wird, so lag der Kerngedanke des marxistischen Denkens in der Bestimmung dieser Assoziation als einer in den herrschenden Verh\u00e4ltnissen bereits angelegten und von diesen Verh\u00e4ltnissen gleichsam selbst gewollten Sache. Anders als von nahezu allen anderen Kommunist*innen ihrer Zeit gedacht, war der Kommunismus f\u00fcr Marx und Engels gerade nicht \u201eein Zustand, der hergestellt werden soll, nicht ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche<i> <\/i>Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung.\u201c Von diesen Bedingungen nennen Marx\/Engels an dieser Stelle zuerst das Proletariat als \u201edie Masse von blo\u00dfen Arbeitern \u2013 massenhafte, von Kapital oder von irgendeiner bornierten Befriedigung abgeschnittne Arbeiterkraft.\u201c Die zweite, mit der ersten immanent verbundene Bedingung bezeichnen sie knapp als den \u201eWeltmarkt\u201c und meinen damit nat\u00fcrlich den kapitalistischen Weltmarkt bzw., auf sein Ganzes bezogen, den auf die ganze Welt sich ausdehnenden Kapitalismus. Aus der inneren Einheit dieser beiden Bedingungen der \u201ewirklichen Bewegung\u201c ergibt sich dann f\u00fcr das Proletariat und f\u00fcr den Kapitalismus, dass beide nur \u201eweltgeschichtlich\u201c existieren k\u00f6nnen. Diese Bestimmung gilt dann nolens volens auch f\u00fcr den Kommunismus, der selbst ja gar nichts anderes als die (zugleich theoretische und praktische) \u201eAktion\u201c der wirklichen Existenz dieses Proletariats ist: \u201eweltgeschichtliche Existenz der Individuen; d.h. Existenz der Individuen, die unmittelbar mit der Weltgeschichte verkn\u00fcpft ist.\u201c (Marx\/Engels 1978: 35f)<\/p>\n<p class=\"western\">Richtig daran ist und bleibt noch heute, dass der \u201ejetzige Zustand\u201c der Welt tats\u00e4chlich durch den Kapitalismus als das weltgesellschaftliche Verh\u00e4ltnis von Kapital und Arbeit \u201ebedingt\u201c wird. Richtig ist und bleibt auch, die M\u00f6glichkeit einer \u00dcberwindung des Kapitalismus an die \u201eweltgeschichtliche Existenz der Individuen\u201c zu binden \u2013 mit dem Akzent allerdings, vorab gesagt, auf dem Begriff der \u201eExistenz.\u201c Falsch aber war und ist, auf den Punkt gebracht, diese Existenz in der Arbeit, der Arbeiterkraft und damit im Proletariat finden zu wollen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nat\u00fcrlich haben schon Marx und Engels und mit ihnen eine Vielzahl von Kommunist*innen geahnt, gerade hier einem optimistischen Fehlschluss verfallen zu sein \u2013 Engels zufolge soll schon Marx gesagt haben: \u201eAlles, was ich wei\u00df, ist, dass ich kein Marxist bin.\u201c (Marx\/Engels 1967: 388). Und doch haben die meisten Selbstkritiken des Marxismus bis auf den heutigen Tag an der Bestimmung des Kommunismus als einer \u201ewirklichen Bewegung\u201c festgehalten, die in der Arbeit als dem \u201e<strong>werkt\u00e4tigen Gattungsleben\u201c<\/strong> des produktiv mit dem Ganzen des Lebens geeinten Menschenwesens gegr\u00fcndet sei. (Marx\/Engels 1968: 517) Zeigen l\u00e4sst sich das noch an der letzten gro\u00dfen Selbstkritik des Marxismus, der von Antonio Negri und Michael Hardt er\u00f6ffneten Theorie des biopolitischen Empires als des uns alle einschlie\u00dfenden weltgesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisses. Kernmarxistisch ist diese Theorie zun\u00e4chst einmal, weil sie eine Kritik der globalen politischen \u00d6konomie vorlegt, die tats\u00e4chlich die M\u00f6glichkeit bereitstellt, im Begriff des Kapitalismus die ganze Welt zu begreifen. Kernmarxistisch ist sie allerdings auch, weil sie den ebenfalls biopolitisch genannten Multituden als den Erb*innen des Proletariats das Verm\u00f6gen zuschreibt, dem Empire und dessen politischen Parteien von rechts bis \u201elinks\u201c nicht nur Widerstand zu leisten, sondern sie von innen heraus auf den Kommunismus hin zu transzendieren. (Hardt\/Negri 2000, 2004, 2010. Seibert 2009, 2017. F\u00fcr einen \u00dcberblick vgl. Pieper\/Atzert\/Karakayali\/Tsianos 2007) Wenn die Theorie des Empires und der Multituden deshalb der Ort ist, an dem im Denken des Widerstands der Schnitt zu setzen sein wird, dann liegt das bleibende Wahrheitsmoment dieser Theorie darin, das Empire als den Ort ausgewiesen zu haben, an dem der Schnitt auch praktisch zu setzen sein wird. Anders gesagt: der Widerstand gegen die rechtsautorit\u00e4ren wie \u00fcberhaupt alle Tendenzen zur autorit\u00e4ren, gegebenenfalls faschistischen Verh\u00e4rtung des Bestehenden muss in globaler, auch in geopolitischer Dimension gesucht werden: der Stadtteil ist nur insofern sein n\u00e4chster Ort, als er im Ganzen der Welt platziert wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Empire im f\u00fcnfundzwanzigsten Jahr des 21. Jahrhunderts<\/p>\n<p class=\"western\">Als Hardt\/Negri das Empire im Jahrhundertwechsel als unseren \u201ejetzigen Zustand\u201c in den Blick nahmen, bezogen sie sich auf dessen damals aktuelle, in sich zugleich politische und \u00f6konomische, darin aber auch kulturelle Durchsetzung. Politisch resultierte sie aus dem Sieg des Westens in der jahrzehntelangen Blockkonfrontation, den die Sieger*innen damals nicht ganz zu Unrecht als \u201eEnde der Geschichte\u201c feierten. An die Stelle der west-\u00f6stlich geteilten Welt trat eine planetare Weltordnung, die den Kapitalismus zum un\u00fcberschreitbaren Horizont allen Lebens gemacht hat und weiter machen will. \u00d6konomisch resultiert sie aus dem Umstand, dass sich der Kapitalismus damals von einem gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnis des Kapitals und der Arbeit in ein Verh\u00e4ltnis des Kapitals zum Ganzen des Lebens verwandelt hat. Damit hing die Reproduktion des Kapitals nicht mehr nur an der ausbeuterischen Verwertung der Arbeit in der Fabrik, sondern an der ausbeuterischen Verwertung wortw\u00f6rtlich jeder Lebensregung jenseits der hinf\u00e4llig gewordenen Trennung von Produktion und Reproduktion einschlie\u00dflich der von Arbeits- und \u201eFreizeit.\u201c Ma\u00dfgeblich daf\u00fcr war und ist die systematisch fortschreitende Verwissenschaftlichung der Produktion, mit der die Arbeit nur noch insoweit die erste Produktivkraft bleibt, als sie in sich zur Kraft eines Wissens wird, das nicht nur die Arbeiter*innen, sondern tendenziell alle lebendigen Subjekte in der Nutzung der jeweils fortgeschrittensten Kommunikationstechnologien praktisch werden lassen. Diese zugleich r\u00e4umliche und zeitliche Entgrenzung fassen Hardt\/Negri im Begriff der \u201eBiopolitik\u201c als einer Politik, deren Subjekt und Objekt der \u201ebios\u201c selbst ist \u2013 das biopolitische Imperium des Ganzen von Leben und Welt einschlie\u00dflich der ihm antagonistischen, ihrerseits ebenfalls biopolitischen Multituden. In diesem Begriff fassen Hardt\/Negri die Entgrenzung des Proletariats zur Menge aller Mengen als dem Ganzen alles Lebenden.<\/p>\n<p class=\"western\">Entgegen dem h\u00e4ufigsten Missverst\u00e4ndnis geht es der Theorie des biopolitischen Empires nicht um die Ersetzung der nationalstaatlichen (us-amerikanischen, europ\u00e4ischen, sowjetischen bzw. russischen und chinesischen) Imperialismen durch ein globales Imperium. Ihr Thema ist vielmehr die wiederum systematische \u00dcberdetermination der fortdauernden innerimperialistischen Konkurrenzen und Konflikte durch die N\u00f6tigung aller Beteiligten zur gemeinsamen und darin eben imperialen Verwaltung des biopolitisch entgrenzten Weltmarkts: \u201eEmpire ist als Untersuchungsfeld in erster Linie durch die simple Tatsache bestimmt, dass es eine Weltordnung gibt.\u201c (Hardt\/Negri 2000: 30). Auf sie haben sich alle politischen Kr\u00e4fte zu beziehen \u2013 die rechten, die linken und auch die Kr\u00e4fte der politischen Mitte. W\u00e4hrend die politische Mitte mit ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zur globalen Ordnung nie ein Problem hatte, spalteten sich hier sowohl die politische Rechte wie die politische Linke: Kr\u00e4fte der Zustimmung zur \u201eGlobalisierung\u201c trennten sich von solchen der \u201eAntiglobalisierung\u201c wie der \u201eGlobalisierungskritik.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">In methodischer Analogie zum alten Imperium Romanum schrieben Hardt\/Negri diesem Empire eine dreistufige pyramidale Konstitution zu. An der Spitze platzierten sie die damals unangefochten welthegemoniale USA als Inhaberin c\u00e4sarischer Gewalt, darunter die Aristokratie (die anderen imperialen M\u00e4chte, die multinationalen Konzerne), am Sockel die plebejische Sph\u00e4re (die schw\u00e4cheren Nationalstaaten, schw\u00e4chere Kapitalgruppen, aber auch die UN, das System internationalen Rechts, die \u00d6ffentlichkeit einschlie\u00dflich ihrer rechten wie linken politischen Parteien und sozialen Bewegungen). Von einer \u201eZeitenwende\u201c ist jetzt die Rede, weil diese Konstitution schon seit gestern \u201eout of joint\u201c ist. Zur Verhandlung steht dabei aber nicht die \u00dcbergabe der c\u00e4sarischen Gewalt an einen neuen Tr\u00e4ger, also nicht eine Ersetzung der USA durch China. Zur Verhandlung steht der \u00dcbergang von einer c\u00e4sarisch dominierten und in diesem Sinn unipolaren zu einer tats\u00e4chlich multipolaren Konstitution einer weiterhin biopolitisch-imperialen Weltordnung. Das ist deutlich komplexer und deshalb noch gef\u00e4hrlicher. (Neilson\/Mezzadra: 2024) Dies umso mehr, als das imperiale Interregnum mit dem Anbruch der historisch ersten Weltkrise wortw\u00f6rtlichen Sinnes zusammenf\u00e4llt: mit dem Anbruch der \u00f6kologischen Krise, deren Besonderheit darin liegt, dass sie wie das Empire das Ganze des Lebens und der Welt umspannt. Dieser Spannweite wegen wird der Krisenhorizont, in dem wir alle uns bewegen, als Horizont einer \u201eVielfachkrise\u201c bezeichnet. Ihr greifen die Kriege voraus, die aktuell eben nicht gegen, sondern um das Empire gef\u00fchrt werden. An der Bef\u00fcrwortung dieser Kriege, der dazu notwendigen Aufr\u00fcstung und im gemeinsamen Versuch der gesellschaftlichen Durchsetzung einer in sich notwendig autorit\u00e4ren \u201eKriegsbereitschaft\u201c h\u00e4ngt die Konvergenz der politischen Kr\u00e4fte, die von der politischen Rechten \u00fcber die Mitte bis in \u201elinke\u201c Str\u00f6mungen reicht. Die Anzahl dieser Kriege wird vom Heidelberger Institut f\u00fcr Internationale Konfliktforschung in seinem letztver\u00f6ffentlichten Jahresreport (2023) auf insgesamt 369 gewaltsam ausgetragene Konflikte veranschlagt \u2013 Tendenz seit Jahren leicht, doch stetig ansteigend. (<span style=\"color: #0563c1\"><u><a href=\"https:\/\/hiik.de\/konfliktbarometer\/aktuelle-ausgabe\/\"><span style=\"color: #000000\">https:\/\/hiik.de\/konfliktbarometer\/aktuelle-ausgabe\/<\/span><\/a><\/u><\/span>). Das von dieser Zahl nur d\u00fcrftig verborgene Grauen belegt, warum der Begriff der Biopolitik in sich mit dem der Nekropolitik zusammenf\u00e4llt. (Dorsch: 2020) Exemplarisch kann dazu der aktuell fortdauernde Krieg gegen die Pal\u00e4stinenser*innen angef\u00fchrt werden. Dessen imperialer und eben nicht blo\u00df regional-imperialistischer Charakter zeigt sich im Gew\u00e4hrenlassen des Genozids durch ausnahmslos alle imperialen M\u00e4chte. Dass eben nicht nur die Israel politisch und milit\u00e4risch verbundene NATO, sondern auch China, Russland und die T\u00fcrkei den barbarischen Massakern wie der Ungeheuerlichkeit des strategischen Aushungerns einer ganzen Surplusbev\u00f6lkerung letztlich tatenlos zusehen, erkl\u00e4rt sich aus dem Umstand, dass die Identifikation und Liquidation von \u201eTerrorist*innen\u201c strategisch l\u00e4ngst zum gemeinsamen Tagesgesch\u00e4ft in der Aufrechterhaltung der Weltordnung als einer solchen geworden ist. Deren h\u00f6chstgradig prek\u00e4ren Charakter haben Hardt\/Negri schon 2000 in der b\u00fcndigen Wendung gefasst: \u201eDas Empire entsteht und zeigt sich als Krise.\u201c (a.a.O.: 36)<\/p>\n<p class=\"western\">Zeitenwende I: Biopolitik der Pandemie<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn der Bestand des Empire trotz seiner nicht blo\u00df gelegentlichen, sondern konstitutionellen Krisenhaftigkeit eben nicht durch die ihm antagonistischen Multituden in Frage gestellt wird, liegt das an dem Punkt, an dem Hardt\/Negri den Grundirrtum Marx\/Engels\u2018 wiederholen. Auch das l\u00e4sst sich zun\u00e4chst an den weltweit im livestream \u00fcbertragenen Massakern der Israeli Defence Forces zeigen, denen nicht nur s\u00e4mtliche imperialen M\u00e4chte tatenlos zusehen, sondern auch die Mehrheit ihrer B\u00fcrger*innen, die Hardt\/Negri eben zu den Multituden rechnen. Nat\u00fcrlich wird weltweit gegen den Krieg protestiert. Doch verbleiben diese Proteste weit unterhalb des Niveaus, in dem sie das Geschehen politisch auch nur beirren k\u00f6nnten. Pr\u00e4ziser gefasst: Sie haben die Passivit\u00e4t der Multituden nicht sprengen k\u00f6nnen, deren im Sinne Kants zu verstehendes \u201eGeschichtszeichen\u201c in der Corona-Pandemie sicht- und lesbar wurde, mit der die kommende welt\u00f6kologische Krise zur zugleich weltsozialen, welt\u00f6konomischen, weltpolitischen und weltkulturellen, also wortw\u00f6rtlich weltgeschichtlichen, d.h. zur \u201eVielfach-Krise\u201c wurde. Zur Erinnerung in schnelllebiger Zeit:<\/p>\n<p class=\"western\">Am 31. Dezember 2019 best\u00e4tigt China den massenhaften Ausbruch einer neuen Form der Lungenentz\u00fcndung infolge der Infektion mit dem neu auftretenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Humane_Coronaviren\" target=\"Humane Coronaviren\">Coronavirus<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SARS-CoV-2\" target=\"SARS-CoV-2\">2019-nCoV<\/a>, das wenig sp\u00e4ter in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SARS-CoV-2\" target=\"SARS-CoV-2\">SARS-CoV-2<\/a> umbenannt wird. Einen Monat sp\u00e4ter ruft die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltgesundheitsorganisation\" target=\"Weltgesundheitsorganisation\">Weltgesundheitsorganisation<\/a> WHO infolge der rasanten Ausbreitung der bald mit dem Namen \u201eCovid-19\u201c belegten Infektionskrankheit eine globale <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gesundheitliche_Notlage_internationaler_Tragweite\" target=\"Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite\">Gesundheitsnotlage<\/a> aus. Sechs Wochen sp\u00e4ter wird Covid-19 zur weltweiten Pandemie erkl\u00e4rt. Das Recht dazu folgt aus der Zahl der Opfer, die zuletzt auf 18,3 Millionen gesch\u00e4tzt wird. Dass all\u2018 das damals ans Unfassbare grenzte, sei nicht bestritten. Dass das kaum zu Fassende zugleich infam war, zeigt die Impfkampagne, mit der die Gefahr eingehegt wurde: sie konzentrierte sich allein auf die reicheren Regionen des Imperiums und schloss die Bev\u00f6lkerungen der armen Regionen ohne jedes politische Wimperzucken aus. Und doch. Und doch schl\u00e4gt politisch genau besehen etwas ganz anderes zu Buche. Denn der Kern des biopolitischen Corona-Regimes lag \u2013 auf den Punkt gebracht \u2013 in der globalen Stillstellung des laufenden Alltagslebens wortw\u00f6rtlich der Menschheit durch Einsperrung der Mehrheit der im selben Zug um ihre individuellen und kollektiven Grundrechte gebrachten B\u00fcrger*innen des Empire. Eingesperrt in ihre Wohnungen war ihnen der Kontakt zu allen Menschen untersagt, die sich nicht in derselben Wohnung befanden. Dieser historisch nie zuvor auch nur denkbare Durchgriff von Biomacht und Biopolitik auf das Leben einer jeden und perspektivisch aller blieb ohne jeden relevanten Widerstand. Damit ist nicht gesagt, dass die Kollektiveinsperrung nicht vern\u00fcnftig gewesen sei, im Gegenteil: nach dem damaligen Stand der Kenntnisse schien sie zur Rettung des Lebens geboten. Doch ist sie auf dem Verwaltungswege, also blo\u00df b\u00fcrokratisch, und darin nach \u00e4rztlicher, d.h. prim\u00e4r naturwissenschaftlicher Expertise erfolgt \u2013 ohne Debatte durch den \u201edemos\u201c und insofern nicht im Vollzug einer politischen Entscheidung. Mit einer solchen Entscheidung allein aber h\u00e4tten sich die Unterworfenen in einem Sein behauptet, das mehr und anderes gewesen w\u00e4re als das Sein eines Lebewesens. Dass dies nur von einer Minderheit und in dieser Minderheit oft auf zutiefst hilflose und konfuse, wo nicht politisch rechte Weise getan wurde, n\u00f6tigt dazu, diese im Wortsinn existenzielle Kapitulation als \u201eGeschichtszeichen\u201c zu deuten. Der Begriff stammt von Immanuel Kant, der ihn anl\u00e4sslich der Franz\u00f6sischen Revolution gepr\u00e4gt hat. An ihr und ihrem Zeichen war Kant zufolge abzulesen, dass das \u201edas Menschengeschlecht im Ganzen\u201c wenigstens der \u201eAnlage\u201c nach zu einem unwiderruflichen \u201eFortschreiten zum Besseren\u201c bef\u00e4higt sei. Er fand diese Anlage nicht nur bei den Teilnehmer*innen der Revolution, sondern auch und sogar mehr noch \u201ein den Gem\u00fctern\u201c der \u201enicht selbst in diesem Spiele mit verwickelten\u201c Zuschauer*innen. Sie seien trotz der offenbaren Gewaltt\u00e4tigkeit des Ereignisses, ja trotz des mit ihm einhergehenden \u201eElends\u201c und sogar trotz der mit ihm einhergehenden \u201eGr\u00e4ueltaten\u201c, so Kant, \u201evon einer Teilnehmung dem Wunsche nach\u201c bestimmt gewesen, \u201edie nahe an Enthusiasmus\u201c gegrenzt habe und daf\u00fcr sorgen werde, dass sich \u201eein solches Ph\u00e4nomen in der Menschengeschichte\u201c nicht mehr vergessen wird. Derart unvergesslich bleibt es nicht nur den Zeitgenoss*innen des Ereignisses, sondern auch allen nachkommenden Generationen ma\u00dfgeblich. (Kant 1984: 83). Von hier her muss die Biopolitik der Pandemie als Geschichtszeichen umgekehrten Sinnes verstanden werden. Niemals ist der Macht \u2013 ich spreche bewusst im Singularetantum \u2013 deutlicher vor Augen gef\u00fchrt worden, dass sie den Widerstand der Allermeisten schon im Ansatz ersticken kann, wenn sie die ihr Unterworfenen auf ihren m\u00f6glichen Tod, damit aber auf ein \u00dcberleben verweist, um dessentwillen die Bedrohten sogar auf ihr Leben verzichten. Dass an dieser Stelle wie zuvor schon die Theorie der proletarischen Klasse so auch die der biopolitischen Multituden scheitert, sofern und solange sie als Klasse oder Menge der Arbeit und also des (\u00dcber-)Lebens, d.h. als biopolitische Klasse oder Menge gedacht werden, kann im knappen Verweis auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel gedacht werden. Bekanntlich l\u00e4sst Hegel die Weltgeschichte in einer ebenso gewagten wie bahnbrechenden geschichtsphilosophischen Spekulation nicht mit dem Leben und der Arbeit, sondern mit einem Kampf auf Leben und Tod beginnen, in dem zwei menschliche Lebewesen einander handgreiflich zeigen wollen, mehr und anderes als nur ein Lebewesen zu sein. Dass sie das im Gang auf den Tod des jeweils anderen, damit aber auch im Wagnis ihres eigenen Todes tun m\u00fcssen, entspringt der Sache selbst: ist ein Lebewesen durch seinen unbedingten Drang zur Selbsterhaltung bestimmt, zeichnet sich das freie Geistwesen durch die M\u00f6glichkeit aus, in der Selbstbehauptung seiner Freiheit noch gegen diesen Drang das eigene Leben \u201edaranzusetzen.\u201c (Hegel 1970: 148, im Zusammenhang 145-155. Vgl. auch Koj\u00e8ve 1975 und Hegel\/Seibert 2023). Allerdings zeigt der Verlauf des Kampfs, dass die Selbstbehauptung der Freiheit noch und gerade in der Gefahr des Todes zwar der erste Akt jedes Freiheitskampfs, deshalb aber notwendig \u201enur\u201c eine M\u00f6glichkeit ist. Hegel zufolge nimmt der Kampf ein vorzeitiges Ende, weil eine der beiden K\u00e4mpfenden auf ihre \u00e4u\u00dferste M\u00f6glichkeit verzichtet und sich des \u00dcberlebens wegen der Anderen unterwirft. Wenn sich die beiden K\u00e4mpfenden dann als Herr*in und als Knecht bzw. Magd trennen, h\u00e4ngt dies also nicht am Sieg der Herr*in, sondern an der Freiwilligkeit einer Knechtschaft, die den Tod vermeidet und das Leben verliert, um sich das \u00dcberleben zu sichern, das sie seither als Arbeitsleben f\u00fchrt. Liegt dialektischer Weise gerade hier das Recht, warum schon Hegel, dann Marx\/Engels und zuletzt Hardt\/Negri diesem Arbeitsleben seit der Franz\u00f6sischen Revolution die M\u00f6glichkeit zuspekulierten, den Ausgang des geschichtsstiftenden Kampfes auf Leben und Tod durch dessen biopolitische Wiederholung zu revidieren, hat die millionenfache Unterwerfung unter das Corona-Regime das Geschichtszeichen gesetzt, das uns von diesem Irrtum befreit. Auf den Punkt gebracht: die Selbstbehauptung der Freiheit ist keine M\u00f6glichkeit des Arbeitslebens, sondern allein die M\u00f6glichkeit derer, die mit dem Leben, der Arbeit und damit aller Biopolitik zu brechen in der Lage sind. Sie allein realisieren, was Hegel \u00fcber alles Leben hinaus den Geist nannte, der seit der materialistischen Umstellung des Denkens vom Kopf auf die F\u00fc\u00dfe als \u201eExistenz\u201c bezeichnet wird. Als lebendige Existenz vom Drang zur Selbsterhaltung dieses Lebens in die Arbeit \u201egeworfen\u201c, hat die ihr blo\u00dfes Leben transzendierende Existenz ihre \u00e4u\u00dferste M\u00f6glichkeit in der \u201eFreiheit zum Tode\u201c, d.h. im Verm\u00f6gen, sich als freie Existenz gerade im Wagnis des Lebens zu behaupten. (Heidegger 1984: 266)<\/p>\n<p class=\"western\">Zeitenwende II: Endzeitfaschismen<\/p>\n<p class=\"western\">Allerdings f\u00fchrt uns die Freiheit zum Tode zumindest im ersten Schritt nur tiefer in das Problem des Widerstands gegen die eben nicht nur rechtspopulistischen Kr\u00e4fte der autorit\u00e4ren Herstellung gesellschaftlicher Kriegsbereitschaft. Tats\u00e4chlich hat uns die Beschreibung des biopolitischen Empires nicht zuf\u00e4llig auf den paradigmatisch in Pal\u00e4stina ausgefochtenen \u201eWar on Terror\u201c gef\u00fchrt. In diesem Krieg geht das Empire seit dem 11. September 2001 gegen die politisch-milit\u00e4rischen Kr\u00e4fte vor, von denen sein Bestand tats\u00e4chlich in Frage gestellt wird. Es sind dies eben nicht die politisch passivierten biopolitischen Multituden, sondern die zum Teil auf wenige todesbereite Einzelne beschr\u00e4nkten Minorit\u00e4ten, die von den Polizeien des Empire oft zu Recht als \u201eTerrorist*innen\u201c bezeichnet werden \u2013 wenn der Begriff hier in Anf\u00fchrung gesetzt wird, dann um anzuzeigen, dass er auch dann kein theoretischer, sondern ein Polizeibegriff ist, wenn ihm unstrittig ein Wahrheitsmoment zukommt: \u201eTerroristisch\u201c agieren politische Gruppen, die strategisch auch und gerade deshalb allein auf den Schrecken (frz. terreur) setzen, weil die Schreckensherrschaft ihr tats\u00e4chliches politisches Programm ist. Dabei zeigen die Geschichte und mehr noch die Vorgeschichte des \u201eWar on Terror\u201c, dass die \u201eTerrorist*innen\u201c die Korruptionsform der politischen Figur sind, die bis ins sp\u00e4tere 20. Jahrhundert hinein zun\u00e4chst als \u201ePartisan*in\u201c oder \u201eGuerillera\u201c bezeichnet wurde. Halten wir zun\u00e4chst fest, dass Partisan*innen zu Recht \u00fcberall dort zur Tat schreiten, wo der Widerstand gegen Unterdr\u00fcckung, Ausbeutung und Missachtung nicht oder nicht zureichend vom Volk, der Klasse oder den Multituden geleistet wird \u2013 paradigmatisch sei dazu an die antifaschistischen Partisan*innen des Zweiten Weltkriegs erinnert. Dass die sich im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts durchsetzende Korruption der Partisan*innen zu \u201eTerrorist*innen\u201c aus inneren und \u00e4u\u00dferen Gr\u00fcnden resultierte, kann nicht zuf\u00e4llig an den hier schon genannten pal\u00e4stinensischen Partisan*innen nachgezeichnet werden, die noch in den fr\u00fchen 1980er Jahren mehrheitlich eben nicht islamistisch, sondern marxistisch ausgerichtet waren und auf eine soziale Revolution im gesamten Nahen Osten setzten. In dem Ma\u00df, in dem die weltgeschichtliche Situation ihnen jede Hoffnung auf die Durchsetzung ihrer urspr\u00fcnglichen Befreiungs- und Freiheitsanspr\u00fcche nahm, wurde die Korruption der ihnen eigenen \u201eFreiheit zum Tode\u201c zu dem Schreckensprogramm, dessen blo\u00df noch \u201eterroristischen\u201c Charakter der 7. Oktober 2023 in grauenhafter Weise unter Beweis stellte. Der in den n\u00e4chsten Tagen schon folgende Gegenangriff des \u201eWar on Terror\u201c zeigt seither in vielfach gesteigertem Grauen, dass der \u201eTerrorismus\u201c die angestrebte Schreckensherrschaft verfehlt, weil die imperiale Gewalt ihrerseits vor dem Genozid der jeweiligen Surplusbev\u00f6lkerung nicht zur\u00fcckschrecken wird. Das beidseitige Dead End wird durch den Umstand noch einmal unterstrichen, dass nicht einmal das weltweite Livestreaming des gnadenlosen Ausbombardierens und In-den-Tod-hungerns von zwei Millionen Menschen die Multituden auf den Plan gerufen hat, die allein dem Spuk ein Ende bereiten k\u00f6nnten. Dieser \u201eTerror von oben\u201c wird absehbar zum Paradigma ausnahmslos aller imperialen M\u00e4chte werden, die sich eigener \u201eterroristischer\u201c Gefahren zu erwehren haben. Die aber werden mit dem Fortgang der welt\u00f6kologischen Krise sprunghaft eskalieren, wobei der Begriff des \u201eTerrorismus\u201c dann den Multituden zugesprochen werden wird, die durch die Verw\u00fcstung ihrer Lebensr\u00e4ume zur Migration in Gegenden des Empire gezwungen werden, die von der Krise nicht im gleichen Ausma\u00df betroffen sein werden. In besonderen Ma\u00df wird das vom europ\u00e4ischen Subimperium gelten, das sich deshalb auch systematisch einerseits der Liquidation noch der letzten Reste des Menschen- und Grundrechts der Freiz\u00fcgigkeit, andererseits einem historisch seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs unvergleichlichen Aufr\u00fcstungsprogramm verschrieben hat. Die eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter mobilisierte europ\u00e4ische Armee wird ihre Feuertaufe allerdings nicht im Kampf gegen den russischen Erzfeind, sondern in der Militarisierung des Grenzregimes finden, dem schon heute j\u00e4hrlich Zehntausende zum Opfer fallen. F\u00fcr unsere Fragestellung ist hier der Konsens von allesentscheidender Bedeutung, der rechte und rechtspopulistische, konservative, liberale, sozialdemokratische und gr\u00fcne Kr\u00e4fte jedenfalls im Grundsatz eint: die j\u00fcngste Aush\u00f6hlung des Migrationsrechts ist nicht unter einer rechten, sondern unter einer gr\u00fcn-sozialdemokratischen Regierung umgesetzt worden \u2013 mitsamt den begleitenden Programmen extremer milit\u00e4rischer Aufr\u00fcstung. Das Siegel darauf wird durch die fortschreitende Aush\u00f6hlung der politischen Form b\u00fcrgerlicher Demokratie gesetzt, die in der weltweit wachsenden Gefahr der \u201eAutoritarismen\u201c eher beredet als begriffen wird. <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/profile\/naomiklein\">Naomi Klein<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/profile\/astra-taylor\">Astra Taylor<\/a> haben dazu den passenden Begriff des \u201eEndzeitfaschismus\u201c gepr\u00e4gt, den sie als \u201emonstrous, supremacist survivalism\u201c beschreiben. (Klein\/Taylor 2025) Wenn sie sich selbst und uns deshalb die Aufgabe stellen, eine \u201eBewegung\u201c zu bilden, die \u201estark genug ist, sie zu stoppen\u201c, muss dem entgegengehalten werden, dass gesellschaftliche Mehrheiten heute schon und absehbar erst recht \u00fcbermorgen zwanglos dem Survivalismus zustimmen werden. Der aber ist wortw\u00f6rtlich ein endzeitlich-biopolitischer \u00dcberlebenskampf: Doktrin des Imperiums, das in der bereits angebrochenen \u201eVielfach-Krise\u201c das \u201eSurvival of the fittest\u201c sicherstellen wird. Deshalb genau wurde diese Krise weiter oben als zugleich weltsoziale, welt\u00f6konomische, weltpolitische und weltkulturelle, also als wortw\u00f6rtlich weltgeschichtliche Krise gefasst. Gleichen Sinnes fassen Klein\/Taylor ihre Analyse der \u201eapokalyptischen Anziehungskraft\u201c der Endzeitfaschismen so zusammen, dass sie sie als systemimmanent ad\u00e4quate Antwort auf die \u00f6kologische Krise, auf deren Verdichtung in der Pandemie und auf den \u201eraschen Fortschritt und die \u00dcbernahme von K\u00fcnstlicher Intelligenz\u201c verstehen. Darin kommen Entwicklungen zusammen,<\/p>\n<p class=\"western\">\u201edie lange Zeit mit Science-Fiction-Schrecken vor Maschinen in Verbindung gebracht wurden, die sich mit r\u00fccksichtsloser Effizienz gegen ihre Macher wenden \u2013 Bef\u00fcrchtungen, die von denselben Leuten, die diese Technologien entwickeln, am st\u00e4rksten zum Ausdruck gebracht wurden. All diese existenziellen Krisen kommen zu den eskalierenden Spannungen zwischen atomar bewaffneten M\u00e4chten hinzu.\u201c (A.a.O., meine \u00dcbersetzung) Obwohl ein Aufbruch der Multituden-Bewegung, auf die Klein\/Taylor trotzdem setzen, nicht ausgeschlossen werden kann, soll hier jetzt ein anderer Einsatz ins Spiel gebracht werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Zeitenwende III: Die Existenz im Exodus<\/p>\n<p class=\"western\">Am Beginn dieser Reise durchs Empire wurde von der Notwendigkeit gesprochen, den Schlussstrich unter eine Dialektik zu ziehen, die den Verw\u00fcstungen der lebendigen Arbeit in ihrem Verh\u00e4ltnis zum biopolitisch entgrenzten Kapital eine Biopolitik entgegensetzt, die auf eben diese lebendige Arbeit setzt. Unterwegs wurde deshalb auf eine Selbstbehauptung der Freiheit verwiesen, die keine M\u00f6glichkeit des Arbeitslebens, sondern allein die M\u00f6glichkeit derer sei, die mit dem Leben, der Arbeit und damit aller Biopolitik zu brechen in der Lage sind. Dabei wurde als Erbe des Begriffs des Geistes der Begriff der Existenz eingef\u00fchrt, der zu einer Tradition des Denkens geh\u00f6rt, die der Denktradition von Marx und Engels zeitgleich ist. Wollte man den ethisch-politischen Einsatz dieser Tradition b\u00fcndig fassen, so l\u00e4ge er darin, auf den nicht nur defensiven, sondern auch offensiven Widerstand weniger von Massen, sondern vieler entschieden Einzelner zu setzen. Aus j\u00fcngerer Zeit ist dem Philosophen Alain Badiou die Bemerkung zu danken, dass wir alle heute \u201eden Zerfall der gro\u00dfen kollektiven Subjekte mitbekommen\u201c haben, \u201eeinen Zerfall, der wiederum im Denken stattfand.\u201c Dabei gehe es, so Badiou, nicht um die Frage, ob es diese Kollektivsubjekte gab oder gibt, sondern um die \u201eS\u00e4ttigung\u201c der Kategorien, die ihre Identifikation erm\u00f6glicht haben: \u201eegal, ob es um Figuren von der Art des historischen Fortschritts der Menschheit oder um gro\u00dfe Klassensubjekte \u2013 wie das Proletariat \u2013 geht, die als objektive Realit\u00e4ten aufgefasst werden.\u201c Badiou schlie\u00dft daraus, dass heute jeder und jede Einzelne, also jeder und jede Existierende, dazu aufgerufen sei, \u201eim eigenen Namen zu entscheiden und zu sprechen.\u201c Dazu brauchen sie oder er, so Badiou, \u201eeinen festen Punkt, ein bedingungsloses Prinzip, eine gemeinsame Idee, die die urspr\u00fcngliche Entscheidung st\u00fctzt und universalisiert.\u201c (Badiou 2016: 37f) Die hier exponierte These ist, dass dieser Punkt, dieses Prinzip oder diese Idee die Idee des Kommunismus ist und bleibt. Dazu darf er allerdings, an dieser Stelle gegen Marx und Engels, nicht mehr als \u201ewirkliche Bewegung\u201c, sondern muss als ein \u201eZustand\u201c gefasst wird, \u201eder hergestellt werden soll\u201c, also als \u201eein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben wird.\u201c Vom frommen Wunsch unterscheidet sich die Idee des Kommunismus, wenn die Wirklichkeit und Wirkm\u00e4chtigkeit der \u201eEntscheidung\u201c aufgewiesen werden kann, an die Badiou diese Idee zu Recht gebunden hat. Wo aber und vor allem wie wird diese Entscheidung wirklich und wirkm\u00e4chtig gef\u00e4llt? Ihr Ort ist kein anderer als die Existenz, die begriffsgeschichtlich mit dem Geist, dem Leben und der Arbeit ins Denken getreten ist. Sie hat ihren eigenen Ort in der \u201eGeworfenheit\u201c zugleich in den Geist, das Leben und die Arbeit, in der und in denen sie wirklich und wirkm\u00e4chtig wird, sofern sie mit ihr (der Geworfenheit) und mit ihnen (dem Geist, dem Leben und der Arbeit) bricht. Jean-Paul Sartre hat diese Existenz deshalb als das \u201eabsolute Ereignis\u201c und als \u201eFaktum des Dem-Faktum-Entgehens\u201c (838), darin aber systematisch als die eigentliche \u201emenschliche-Realit\u00e4t\u201c bezeichnet (Sartre 1991: 77 bzw. 838, vgl. auch 1058, 1061. Der Begriff \u201emenschliche-Realit\u00e4t\u201c zieht sich durch das ganze Buch). Wenn das Ereignis dieser \u201emenschlichen-Realit\u00e4t\u201c, so Sartre weiter, \u201ediasporischen\u201c (266) und also \u201eexpatriierten\u201c (854) Wesens sei, so ist das wortw\u00f6rtlich zu nehmen. Im Widerstand nicht nur gegen die rechten, sondern gegen alle tragenden Kr\u00e4fte der autorit\u00e4ren und katastrophischen Tendenzen im biopolitische Empire ist das Diasporisch- und Expatriiert-sein der \u201emenschlichen-Realit\u00e4t\u201c \u2013 nur scheinbar paradox \u2013 wortw\u00f6rtlich zu nehmen. Das Leben wagend und der Arbeit sich entziehend, begibt sich die Existenz auf einen Exodus, d.h. auf einen Auszug aus der W\u00fcste der Knechtschaft, der im \u00dcberall und Nirgends des Empire immer jetzt und hier sein kann (Buch Exodus, 1\u201315): \u00fcberall dort also, wo die \u201emenschliche-Realit\u00e4t\u201c der Wahrheit ihrer Existenz begegnet. Exemplarisch wird das \u00fcberall und jederzeit dort der \u201eFall\u201c sein, wo es darum geht, den \u201eEndzeitfaschismen\u201c Widerstand entgegenzusetzen \u2013 im eigenen Namen und mit den eigenen Worten.<\/p>\n<p class=\"western\">Zur Konkretion dieser Selbstbegegnung wurden hier vorab schon an die Partisan*innen erinnert. Stellt die \u201eTerrorist*in\u201c die Korruptionsform dieser Existenzfigur dar, so stellt die diasporische und expatriierte Existenz-im-Exodus deren Idealform dar. Sie ist dies auch und gerade deshalb, weil sie nicht notwendig zur Waffe greift, sondern ihren Kampf in ganz verschiedenen Weisen f\u00fchrt: unauff\u00e4llig im Hinterland des Feindes, das im Empire schon deshalb \u00fcberall und nirgends ist, weil es r\u00e4umlich und zeitlich kein Au\u00dfen mehr kennt. Wie die Partisan*in k\u00e4mpft auch die Existenz-im-Exodus im eigenen Namen und also auf eigene Entscheidung, sucht dabei aber stets die freie Verbindung zu anderen Existierenden, die wie sie im Empire expatriiert wurden oder, besser noch, sich dort expatriiert haben. Dabei st\u00fctzt sie ihre Existenzpolitik auf die Quellen, auf die sich die Freiheit immer gest\u00fctzt hat, weil sie ihre eigenen Quellen sind: auf die Philosophie, das Wissen, die Kunst \u2013 und auf die Liebe, zu der sich mit Gl\u00fcck je zwei Existierende finden. Nat\u00fcrlich kann gegen diesen Partisanenkampf erweiterten Sinnes sofort eingewendet werden, dass er in seiner Vereinzelung auf wenige \u201eweltgeschichtliche Individuen\u201c das Empire gar nicht \u00fcberwinden und seine katastrophischen Tendenzen nicht einmal bremsen kann. Doch ist dem entgegenzuhalten, dass die Un\u00fcberwindlichkeit imperialer Herrschaft gerade den Ausgangspunkt und besonderen Einsatz dieses Kampfes bilden: Er wird ja bewusst und entschieden auf verlorenem Posten begonnen. Wenn der Exodus der Existenz das Empire nicht st\u00fcrzt, bevor es sich selber gest\u00fcrzt haben wird, so pr\u00e4gt er dem Empire doch den allesentscheidenden Unterschied ein: den Unterschied, der seinen Prozess eben zu mehr und zu etwas ganz anderem als nur zu einem biopolitischen Prozess macht, weil er ihn auch zu einem Prozess der Freiheit macht. Das kann reichen, um den Einsturz des \u201estahlharten Geh\u00e4uses der H\u00f6rigkeit\u201c (Max Weber) in Freiheit zu \u00fcberstehen und nach dessen Untergang anderen das Beispiel eines freien Akts zu geben. Bindet sich die Existenz dabei auch allt\u00e4glich-praktisch an die in der Idee des Kommunismus geborgene M\u00f6glichkeit ihrer freien Assoziation, so schafft sie diesem Kommunismus die ihm einzig angemessene Wahrheit eines konkret-utopischen Existenzideals, \u201enach dem die Wirklichkeit sich zu richten haben wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Literatur<\/p>\n<p class=\"western\">Badiou, Alain (2016): Philosophie des wahren Gl\u00fccks. Wien: Turia und Kant.<\/p>\n<p class=\"western\">Dorsch, Timo (2020): Nekropolitik: Neoliberalismus, Staat und organisiertes Verbrechen in Mexiko. Wien: Mandelbaum.<\/p>\n<p class=\"western\">Hardt, Michael\/Negri, Antonio (2000). Empire. Die neue Weltordnung. Frankfurt: Campus.<\/p>\n<p class=\"western\">Hardt, Michael\/Negri, Antonio (2004). Multituden. Krieg und Demokratie im Empire. Frankfurt: Campus.<\/p>\n<p class=\"western\">Hardt, Michael\/Negri, Antonio (2010). Common Wealth. Das Ende des Eigentums. Frankfurt: Campus.<\/p>\n<p class=\"western\">Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (1970): Ph\u00e4nomenologie des Geistes. Frankfurt: Suhrkamp.<\/p>\n<p class=\"western\">Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (2023): Herrschaft, Knechtschaft, Bewusstsein der Freiheit. Eingeleitet und kommentiert von Thomas Seibert. Hamburg: Galerie der abseitigen K\u00fcnste.<\/p>\n<p class=\"western\">Heidegger, Martin (1984): Sein und Zeit. T\u00fcbingen: Niemeyer.<\/p>\n<p class=\"western\">Heidelberger Institut f\u00fcr Internationale Konfliktforschung (2023): The Conflict Barometer 2023. URL <span style=\"color: #0563c1\"><u><span style=\"color: #000000\">https:\/\/hiik.de\/konfliktbarometer\/aktuelle-ausgabe\/<\/span><\/u><\/span> (Zuletzt aufgerufen 06.06.25).<\/p>\n<p class=\"western\">Kant, Immanuel (1984): Der Streit der Fakult\u00e4ten. Leipzig: Reclam.<\/p>\n<p class=\"western\">Klein, Naomi\/Taylor, Astra (2025). <span lang=\"en-GB\">The rise of end times fascism. <\/span>In. The Guardian, 13.04.2025. URL <span style=\"color: #0563c1\"><u><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/ng-interactive\/2025\/apr\/13\/end-times-fascism-far-right-trump-musk?fbclid=IwY2xjawKFR59leHRuA2FlbQIxMQABHn9mB4IbAne5w83uHzcgpepPVw69NPw1diKlxvhVBNtcvVuNDtx023gvfKG5_aem_lC9YrrkIrnjvHLN0MaFJcw&amp;sfnsn=scwspmo\"><span style=\"color: #000000\">https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/ng-interactive\/2025\/apr\/13\/end-times-fascism-far-right-trump-musk?fbclid=IwY2xjawKFR59leHRuA2FlbQIxMQABHn9mB4IbAne5w83uHzcgpepPVw69NPw1diKlxvhVBNtcvVuNDtx023gvfKG5_aem_lC9YrrkIrnjvHLN0MaFJcw&amp;sfnsn=scwspmo<\/span><\/a><\/u><\/span> (Zuletzt abgerufen 06.06.25).<\/p>\n<p class=\"western\">Koj\u00e8ve, Alexandre (1975). Hegel. Eine Vergegenw\u00e4rtigung seines Denkens. Frankfurt: Suhrkamp.<\/p>\n<p class=\"western\">Marx, Karl\/Engels, Friedrich (1967): <em>Briefe Januar 1881 &#8211; M\u00e4rz 1883. Marx-Engels-Werke Bd. 35. Berlin\/DDR: Dietz.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\">Marx, Karl\/Engels, Friedrich (1968): \u00d6konomisch-philosophische Manuskripte. Erg\u00e4nzungsband. Schriften bis 1840. Erster Teil. Berlin\/DDR: Dietz.<\/p>\n<p class=\"western\">Marx, Karl\/Engels Friedrich (1972): Manifest der Kommunistischen Partei. Marx-Engels-Werke Bd. 4. Berlin\/DDR: Dietz.<\/p>\n<p class=\"western\">Marx, Karl\/Engels, Friedrich (1978): Kritik der deutschen Ideologie. <span lang=\"en-GB\">Marx-Engels-Werke Bd. 3. Berlin\/DDR: Dietz.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span lang=\"en-GB\">Neilson, Brett\/Mezzadra, Sandro (2024): The Rest and the West. Capital and Power in the Multipolar World. <\/span>London: Verso.<\/p>\n<p class=\"western\">Pieper, Marianne\/Atzert, Thomas\/Karakayali, Serhat\/Tsianos, Vassilis (2007) Empire und die biopolitische Wende. Die internationale Diskussion im Anschluss an Hardt und Negri. Frankfurt: Campus.<\/p>\n<p class=\"western\">Sartre, Jean-Paul (2005): Entw\u00fcrfe f\u00fcr eine Moralphilosophie. Hamburg: Rowohlt.<\/p>\n<p class=\"western\">Sartre, Jean-Paul (1991): Das Sein und das Nichts. Versuch einer ph\u00e4nomenologischen Ontologie. Hamburg: Rowohlt.<\/p>\n<p class=\"western\">Seibert, Thomas (2009): Krise und Ereignis. Siebenundzwanzig Thesen zum Kommunismus. Hamburg: VSA.<\/p>\n<p class=\"western\">Seibert, Thomas (2017): Zur \u00d6kologie der Existenz. Freiheit, Gleichheit, Umwelt. Hamburg: Laika.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text wurde von Nadja Meisterhans und Alexander Neupert-Doppler f\u00fcr einen Themenschwerpunkt \u201cStrategien gegen rechts\u201d angefragt, der in der Zeitschrift Berliner Debatte Initial erscheinen wird. 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